Märtyrertag in Madagaskar (29/03)

Am 29. März feiern die Menschen in Madagaskar den Märtyrertag in Madagaskar, auch bekannt als Rebellion Day oder Remembrance Day, den Tag, an dem der revolutionäre Aufstand von 1947 gegen den französischen Kolonialismus begann.

Dieses Datum ist der Nationalfeiertag des modernen Madagaskar, an dem all jener gedacht wird, die im Kampf gegen die französische Vorherrschaft ihr Leben gelassen haben. Heute finden im ganzen Land verschiedene Gedenkveranstaltungen statt.

Dieser Inselstaat vor der Südostküste Afrikas wurde bereits 1896 von Frankreich annektiert. Und obwohl die Inselbewohner einen Aufstand erhoben, wurde dieser schnell von den französischen Truppen niedergeschlagen. Frankreichs Einfluss auf Madagaskar war jedoch nie fraglos stark. Und während des Zweiten Weltkriegs, als Frankreich von den Nazis besetzt wurde, wurde die Autorität der Kolonialregierung weiter erschüttert und das Wachstum einer neuen Widerstandsbewegung in Madagaskar beschleunigt.

Unter dem Motto „Vaterland, Freiheit, Fortschritt“ starteten madagassische Nationalisten am 29. März 1947 koordinierte offene Angriffe auf französische Plantagen und Militärstützpunkte. Der Aufstand breitete sich schnell auf der ganzen Insel aus und wurde zu einem der gewaltigsten in der Geschichte Madagaskars. Es setzte eine Art Standard für die Befreiungsbewegung in Afrika und die koloniale Welt insgesamt.

Der Aufstand wurde 1948 von den Kolonialbehörden niedergeschlagen, aber die französische Regierung befreite die Kolonie 1958 von ihrer direkten Kontrolle. Dann erhielt Madagaskar gemäß der Verfassung der Fünften Französischen Republik das Recht auf Selbstverwaltung unter dem Namen Madagassische Republik. Und das Land erhielt am 26. Juni 1960 die volle Unabhängigkeit.