Gedenktag der Opfer des Kaukasuskrieges in Abchasien (21/05)

Am 21. Mai feiert Abchasien den Gedenktag der Opfer des Kaukasuskrieges und der Zwangsvertreibung der Bergvölker des Kaukasus.

Die Wahl des Datums ist darauf zurückzuführen, dass am 21. Mai 1864 der russische General P.V. Grabbe hielt zu Ehren des Sieges über die Bergvölker eine Militärparade im Kbaada-Gebiet (Krasnaya Polyana) ab. Damit endete der blutige Kaukasuskrieg, wodurch das Russische Reich endgültig seine Kontrolle über das Gebiet des Nordkaukasus festigte.

In den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts mussten Tausende Abchasen ihre historische Heimat verlassen und in die Länder des Nahen Ostens ziehen. Mahajirs ließen sich in Gemeinden nieder und stellten die im Kaukasus angenommenen Gesetze und Traditionen wieder her. Die Nachkommen der abchasischen Mahajirs leben in 45 Ländern. Die größte abchasische Diaspora befindet sich in der Türkei.