Internationaler Tag zum Schutz von Sexarbeiterinnen vor Gewalt und Grausamkeit (17/12)

Seit 2003 begehen verschiedene Länder jedes Jahr am 17. Dezember den International Day to End Violence Against Sex Workers, der von der internationalen Organisation „Network of Organizations Advocating for the Rights of Sex Workers“ (Sexarbeiterrechte) initiiert wurde Advocacy Network, SWAN).

Dieses Datum, das die Öffentlichkeit auf die Probleme aufmerksam machen soll, die mit Grausamkeit und Gewalt verbunden sind, denen Sexarbeiterinnen oft ausgesetzt sind, hat eine eigene Tradition, die als Marsch der roten Regenschirme bezeichnet wird. An diesem Tag gehen alle, denen das Problem der Diskriminierung von Sexarbeiterinnen nicht gleichgültig ist, mit roten Regenschirmen auf die Straße.

Der rote Regenschirm ist ein Symbol des Schutzes vor Grausamkeiten gegenüber Frauen, die ihr Geld mit der Prostitution von Polizei, Zuhältern, Klienten und einer doppelgesichtigen Gesellschaft verdienen. Erstmals tauchte der rote Regenschirm als Symbol des Widerstands 2001 in Venedig auf dem Ersten Weltkongress der Sexarbeiterinnen auf.

Auf diesem Kongress sprachen Vertreter aus Vietnam, Thailand, Kambodscha, den USA, Italien, Deutschland und anderen Ländern darüber, wie sie für die Bürgerrechte von Sexarbeiterinnen kämpfen. Und dann zogen Vertreter des ältesten Gewerbes mit roten Regenschirmen und Megaphonen durch die Straßen Venedigs und machten die Öffentlichkeit auf das Problem der Menschenrechtsverletzungen aufmerksam.

Seit 2005 verwendet das Internationale Komitee für die Rechte der Sexarbeiterinnen in Europa den roten Regenschirm als Symbol des Widerstands gegen Diskriminierung. Der „Red Umbrella March“ begann als Idee und wurde jedes Jahr zu einem globalen Symbol für die Rechte von Sexarbeiterinnen. Und der Feiertag selbst wird in immer mehr Ländern gefeiert.