Gedenktag von St. Anastasia (04/01)

Die heilige große Märtyrerin Anastasia die Zerstörerin wurde in Rom geboren. Ihre Mutter, eine heimliche Christin, vertraute die Erziehung des kleinen Mädchens dem für seine Gelehrsamkeit bekannten Heiligen Chrysogon an. Am Ende der Lehre wurde Anastasia als weises und schönes Mädchen bezeichnet. Nach dem Tod ihrer Mutter gab ihr Vater sie entgegen dem Willen ihrer Tochter mit dem Heiden Pomplia zur Frau. Um das Jungfräulichkeitsgelübde nicht zu verletzen und das Ehebett zu meiden, verwies Anastasia ständig auf eine unheilbare Krankheit und bewahrte ihre Reinheit.

Viele inhaftierte Christen schmachteten damals in den Kerkern Roms. In ärmlicher Kleidung besuchte die Heilige heimlich die Gefangenen - sie wusch und fütterte die Kranken, die sich nicht bewegen konnten, verband Wunden und tröstete alle, die es brauchten. Als Witwe zurückgelassen, verwendete sie ihr Erbe für wohltätige Zwecke.

Nachdem der heilige Chrysogonus auf Beschluss des Kaisers Diokletian hingerichtet worden war, begann die heilige Anastasia umherzuwandern, um wo immer möglich den in Kerkern eingesperrten Christen zu dienen. So erhielt sie die Gabe der Heilung. Durch ihre Bemühungen und tröstenden Worte ermöglichte die heilige Anastasia die Gefangenschaft vieler Menschen, indem sie sich um die Körper und Seelen der Leidenden kümmerte, befreite sie sie von den Fesseln der Verzweiflung, Angst und Hilflosigkeit - deshalb wird Anastasia die Löserin genannt.