Dreikönigstag in Zypern (06/01)

Der Tag der Erscheinung des Herrn wird in Zypern der Tag des Hl. Epiphanius oder Phot genannt. Ansonsten wird Fota der Feiertag des Lichts genannt (vom griechischen phot - Licht). In der Antike war es Brauch, die Menschen in dieser Nacht zu taufen, also geistlich zu erleuchten.

In den Jahren 332 und 342 n. Chr. ereigneten sich auf Zypern schwere Erdbeben, die der Insel schwere Schäden zufügten. Die Städte Salamis, Paphos und andere Städte Zyperns wurden zerstört. Salamis wurde nach vier Jahren auf Kosten von Konstantin, dem Sohn von Kaiser Konstantin dem Großen, restauriert. Die Stadt Salamis wurde in diesem Zusammenhang in Konstanz umbenannt. Paphos erlangte seinen Status als Hauptstadt Zyperns zurück und wurde Sitz des Bischofssitzes. Der erste Erzbischof von Zypern war Epiphanius, der von 386 bis 403 die zypriotische Kirche leitete und anschließend heiliggesprochen wurde.

Epiphanius selbst, der Mann, der so hart für das Wohl Zyperns arbeitete, wurde in Palästina geboren. Mit 17 Jahren fasste er den festen Entschluss, das Sakrament der Taufe anzunehmen und Christ zu werden. Von Palästina aus zog sich Epiphanius in die Klöster Ägyptens zurück und verbrachte dort drei Jahre mit großem Interesse an Geschichte, um die Grundlagen der Askese und ihrer Traditionen zu verstehen. Nachdem er eine Tonsur genommen hatte, kehrte er in sein Heimatland zurück und wurde dann zum Bischof von Salamis-Konstanz auf Zypern geweiht. In diesem Rang blieb er 33 Jahre bis zu seinem Tod.