Tag der Seeleute in Island (05/06)

Jedes Jahr am ersten Sonntag im Juni feiert Island den Tag der Seeleute (Sjómannadagurinn).

Der Fischfang war schon immer von großer Bedeutung für Island, durch dessen Meeresbesitzungen die Routen für hochwertigen Kabeljau, Schellfisch, Flunder und Lachs verlaufen. Isländer scherzen, dass der einzige Krieg, in den ihr Land jemals verwickelt war, der sogenannte „Kabeljaukrieg“ sei, bei dem isländische Patrouillenboote die Netze ausländischer Fischtrawler zerschnitten. Die Gesamtmasse der Seeleute im Vergleich zur übrigen Bevölkerung, die auf ihren Schultern sitzt, ist jedoch äußerst gering - nur 2-3%.

Trotzdem wurde eine so wichtige Minderheit für das Land geehrt - allen Fischern sowie anderen Arten von Seeleuten wurde ein besonderer Feiertag geschenkt - der erste Sonntag im Juni. Trotz der enormen Rolle der Schifffahrt in der Wirtschaft sowie in der Geschichte Islands (wie Sie wissen, wäre die Insel selbst ohne die Wikinger, die die Meere befahren haben, nicht entdeckt und bewohnt worden), fiel die Entscheidung an einem besonderen Tag sehr spät, und erst 1937 unterstützte der Staat den Antrag der isländischen Schifffahrtsverbände.