Büchertag in Deutschland (10/05)

Der Tag des Buches findet jedes Jahr am 10. Mai in Deutschland statt. Dieses Datum wurde keineswegs zufällig gewählt – es erinnert Millionen von Menschen auf der ganzen Welt an das wahre Gesicht des Faschismus. Am 10. Mai 1933 fand in Berlin und einigen anderen deutschen Städten eine barbarische Bücherverbrennung statt, die dem NS-Regime widersprach.

Diese Aktion wurde bereits im Februar 1933 in den Eingeweiden des deutschen Propagandaministeriums geplant. Ihre Urheberschaft wird dem kurz zuvor zum Minister der oben genannten Abteilung ernannten germanistischen Philologen Dr. Goebbels zugeschrieben.

Die öffentliche Bücherverbrennung hatte zum einen das Ziel, den „Durchschnittsmenschen“, der es gewohnt war, das gedruckte Wort zu respektieren, einzuschüchtern, zum anderen junge Menschen auf die Seite der Nationalsozialisten zu ziehen. Es gab jungen Menschen die Gelegenheit, den Radikalismus der neuen Regierung zu spüren, sowie die Tatsache, dass die neue Regierung große Hoffnungen in sie setzt. Es waren Studenten, denen die Hauptrolle bei der bevorstehenden Inquisition von Büchern zugewiesen wurde.