Russische Waldtage (15/09)

Wälder sind die Lungen des Planeten Erde. Ihr Volumen und ihre Beschaffenheit bestimmen maßgeblich, welche Art von Luft Menschen atmen. Außerdem ist der Wald eine Quelle unerschöpflichen Reichtums, er ernährt, kleidet, wärmt und heilt. Deshalb kann jede Person, deren Tätigkeit mit der Forstindustrie (übrigens einer der wirtschaftlich wichtigsten in Russland) verbunden ist, als Hüter der Zukunft angesehen werden, egal wie laut es klingen mag.

Vom 15. bis 17. September wird ein groß angelegter ökologischer Feiertag gefeiert - die russischen Tage des Waldes. Zu diesem Zeitpunkt werden traditionell Massenforstplantagen und Umweltkampagnen zur Verteidigung des Waldes terminiert.

In Russland entstand im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts die Idee der kollektiven Anpflanzung von Wäldern (hauptsächlich durch Schulkinder). Der Baumpfleger Mitrofan Tursky wurde in dieser Angelegenheit zum Aktivisten. 1894 veröffentlichte die Leitung der öffentlichen Schulen im Südwestterritorium auf seine Initiative hin ein Rundschreiben „Über das Pflanzen von Bäumen durch Schüler öffentlicher Schulen auf Schulgrundstücken“.

Der erste offizielle Waldpflanzungsfeiertag in Russland fand in Charkow statt. Es wurde entwickelt, um "die jüngere Generation mit Liebe zur Natur und zum Pflanzen von Bäumen zu inspirieren und ihnen das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzes öffentlicher und privater Gärten und Parks zu vermitteln". Großes Augenmerk legten die Organisatoren der Ferien auf eine emotionale Atmosphäre, in der Hoffnung, dass das „feierlich veranstaltete Schulbaumpflanzfest“ bei den Kindern den richtigen Eindruck hinterlässt und Lust auf eine alljährliche Teilnahme am Baumpflanz macht.

Derzeit sind Waldpflanzaktionen in vielen russischen Regionen bereits zu einer guten Tradition geworden.