Weltvegetarischer Tag (01/10)

Jedes Jahr am 1. Oktober feiert die Weltgemeinschaft den Weltvegetariertag, der 1977 von der North American Vegetarian Society (NAVS) ins Leben gerufen und ein Jahr später von der International Vegetarian Union (IVU) unterstützt wurde.

Diese jährliche Feier zielt darauf ab, das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit für die gesundheitlichen und ökologischen Vorteile einer vegetarischen Lebensweise sowie aus ethischer Sicht zu schärfen und verschiedene Aspekte des Vegetarismus zu fördern.

Vegetarismus (engl. vegetarier, vom späten lateinischen vegetabilis – Gemüse) ist ein Ernährungssystem, das tierische Produkte aus der Nahrung ausschließt. Wie alle Traditionen hat sie zudem eine eigene lange Geschichte. Es wird angenommen, dass der Vegetarismus in der Antike in asiatischen Ländern entstand und ursprünglich auf den religiösen Traditionen des Buddhismus und Hinduismus basierte. In Europa tauchte der Vegetarismus erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf, insbesondere in England, wo die buddhistischen Lehren, denen die Kolonialisten in Indien begegneten, zur weiten Verbreitung dieses „Hobbys“ beitrugen. Die erste gleichnamige Gesellschaft wurde übrigens in England (1847) gegründet und ist heute das Land, in dem die meisten Befürworter einer vegetarischen Ernährung leben (ca. 6 % der Gesamtbevölkerung). Es sei auch darauf hingewiesen, dass die Wirtschaftskrise in Europa auch zur Entwicklung dieser Doktrin beigetragen hat, was dann zu einem Preisanstieg eines erheblichen Teils der Lebensmittel führte.