Gedenktag der vermissten Azatamartiks (Verteidiger des Mutterlandes) in Armenien (29/06)

Am 29. Juni ehrt Armenien die Erinnerung an die Verteidiger des Mutterlandes, die Azatamarti, die während des Krieges in Arzach vermisst wurden. Die wörtliche Bedeutung des Begriffs „azatamartik“ in der Übersetzung aus dem Armenischen bedeutet „Freiheitskämpfer“. Dieser Begriff wird in Armenien verwendet, um sich auf Freiwillige zu beziehen, die Anfang der 1990er Jahre am Krieg in Berg-Karabach teilnahmen.

Die Zeit des Zusammenbruchs der Sowjetunion, die Bildung der Unabhängigkeit des unabhängigen Armeniens fiel auf die schwierigen Jahre des Konflikts mit Aserbaidschan um die umstrittenen Gebiete in der Region Berg-Karabach. Ein Versuch der Republik Berg-Karabach, die Unabhängigkeit zu erklären, führte zu einer heftigen Konfrontation mit den Streitkräften Aserbaidschans. Armenien stellte sich während dieses Konflikts auf die Seite von Artsakh.

Blutige Kämpfe um umstrittene Gebiete forderten auf beiden Seiten zahlreiche Opfer. Aber neben den Toten hat die Tragödie des Krieges viele traurige Seiten. Einer davon ist das unbekannte Schicksal der Vermissten. Derzeit gelten noch etwa tausend Menschen aus Armenien und der Republik Berg-Karabach, wo der 29. Juni ebenfalls ein denkwürdiges Datum ist, als vermisst. Nur hat er einen etwas anderen Namen - der Tag des Gedenkens an die Gefallenen für das Vaterland und die Vermissten.

In Armenien finden seit dem Jahr 2000 zeremonielle Veranstaltungen zum Gedenken an die vermissten Azatamartiks statt. Die Union of Veterans spielt eine Schlüsselrolle bei ihrer Organisation und Durchführung. Der 29. Juni wurde nicht zufällig als Datum gewählt. An diesem Tag im Jahr 1992 wurden 80 Menschen während der Kämpfe vermisst. Und die Frage nach dem Schicksal der Vermissten im armenisch-aserbaidschanischen Konflikt bleibt bis heute offen.

Traditionell werden am 29. Juni in Armenien Zeremonien zum Gedenken an die Toten abgehalten, sowie Veranstaltungen zum Gedenken an die im Krieg verschwundenen Azatamartiks mit der Niederlegung von Blumen an den Denkmälern und auf dem Territorium der Gedenkstätte Yerablur. ein Soldatenfriedhof am Stadtrand von Eriwan, auf dem unter anderem die Toten des Karabach-Krieges ruhen. An diesem Tag finden auf dem Gebiet der Republik Berg-Karabach Trauerfeiern statt.