Internationaler Tag zum Ende der Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalisten (02/11)

Der Internationale Tag zur Beendigung der Straflosigkeit für Verbrechen gegen Journalisten (IDEI) wird jährlich am 2. November im UN-System internationaler Tage begangen. Sie wurde 2013 durch eine Resolution der Generalversammlung (A/RES/68/163) gegründet, um die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft auf die alarmierende Situation zu lenken, die die Fähigkeit von Journalisten zur Ausübung ihrer Arbeit einschränkt und die der Öffentlichkeit untergräbt Anspruch auf verlässliche Informationen.

Das Datum für die Gründung des Tages wurde im Gedenken an zwei französische Journalisten gewählt, die im Auftrag der Redaktion über den Verlauf des bewaffneten Konflikts in Mali berichteten – Ghislaine Dupont und Claude Verlon. Sie wurden am 2. November 2013 von Militanten entführt und getötet. Dieses Verbrechen löste einen öffentlichen Aufschrei aus, und als Folge verabschiedete die UNO ein Dokument, in dem Gewalt gegen Pressevertreter und die Behinderung ihrer Pflichten verurteilt wurden. Schließlich müssen gemäß dem humanitären Völkerrecht Medienschaffende, die in Gebieten bewaffneter Konflikte arbeiten, von Vertretern aller Kriegsparteien geschützt und respektiert werden.

Der Fokus auf die Bekämpfung der Straflosigkeit hängt mit dem alarmierenden Zustand des Journalismus zusammen: Zwischen 2006 und 2020 wurden weltweit mehr als 1.200 Journalisten getötet, während sie über aktuelle Nachrichten berichteten und Informationen an die Öffentlichkeit übermittelten. So wurden 2012 laut UNESCO 124 Medienschaffende getötet, 2014 - 98 und 2015 - 115 Journalisten. Allein in der Ukraine sind seit 2014 17 Medienschaffende gestorben, darunter die russischen Journalisten Anton Woloschin, Igor Kornelyuk, Andrei Stenin, Anatoly Klyan und die italienische Fotojournalistin Andrea Rocchelli.