Festival der Mühlen von Belarus (25/10)

Der Feiertag der Müller wurde von den Einwohnern Weißrusslands am 12. Oktober nach altem Stil gefeiert (aber der neue Stil ist der 25. Oktober).

Seit jeher wird die Arbeit eines Müllers respektiert und geehrt. Immerhin in einem Dorf ohne Müller - nichts. Dies zeigte sich besonders im Herbst, wenn die Ernte eingebracht wurde und frische Brote nach Tischen verlangten. Die Dorfbewohner versuchten immer, den Vertretern eines so alten Berufs zu gefallen, weil die Qualität des Brotes, das sie verwendeten, direkt von ihnen abhing. Daher waren Müller oft wohlhabende Bauern. Schließlich ging nicht umsonst folgendes Sprichwort unter den Leuten um: „Melnikava karova, papovas dzeўka und ekanomava kabyla waren nie hungrig“ („Melnikovs Kuh, Priestertochter und Starostina-Stute waren nie hungrig“).

Die Existenz der Müllerferien im Herbst ist kein Zufall, denn zu dieser Zeit war das Brot fast vollständig gemahlen, es war Zeit, wenn auch kurz, aber Ruhe.