Sommerhaus Tag in Russland (23/07)

Am 23. Juli wird in Russland ein Feiertag gefeiert, dessen Popularität nicht allzu groß ist, aber das Popularitätspotenzial ist riesig. Es wird der Tag des Sommerbewohners genannt. Für Millionen von Russen ist das Wort "Datscha" bereits zu einem festen Bestandteil des Lebens geworden. Zumindest die jährliche Lebenszeit dieser Millionen Menschen von April-Mai bis Oktober ist damit verbunden.

Das Konzept der "Datscha", das in Russland bereits im fernen 18. Jahrhundert auftauchte, hat sich in diesen wenigen Jahrhunderten sicherlich gewandelt. Bedeutete dieser Begriff zunächst einen Landsitz, so wurde er später zu einem Landhaus und Erholungsgebiet. Dies geschah irgendwann um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts, als Familien wohlhabender Bürger außerhalb der Stadt Urlaub machten. Solche Datschen befanden sich in der Regel an malerischen Orten. In der Sowjetzeit behielt die Datscha zunächst ihren Zweck - es war ein Grundstück mit einem Ferienhaus. Solche Datschen wurden am häufigsten den Familien von Offizieren, Kultur- und Kunstschaffenden, politischen und Parteiführern zur Verfügung gestellt.

In der Nachkriegszeit hat sich mit der Entwicklung der Idee des Gärtnerns und Gartenbaus die Bedeutung des Wortes "Hütte" stark verändert. Die Datscha ist zu einem Ort der Ruhe für die allgemeine Bevölkerung des Landes geworden, und sie begannen, sie nur als Gelegenheit zu betrachten, mit ihren eigenen Händen etwas aus Obst- und Beeren- oder Gemüsekulturen anzubauen.