Tag des Chaos und der Unordnung (14/07)

Dank der Amerikanerin Adrienne Sue Coopersmith wird jährlich am 14. Juli ein sehr ungewöhnlicher Feiertag gefeiert, dies ist der Tag des Chaos und der Unordnung. Im englischsprachigen Raum ist er als Pandemonium Day bekannt.

Das Wort „Pandemonium“ ist seit biblischen Zeiten bekannt, wurde aber erst im 17. Jahrhundert dank des Gedichts „Paradise Lost“ des englischen Dichters J. Milton weithin bekannt. In seiner Arbeit ruft der Autor, der eine Handlung auf biblischer Grundlage aufbaut, mit diesem Wort die Hallen eines gefallenen Engels an, der vom Himmel geworfen wurde und die Mächte des Bösen verkörpert. Wörtlich wird dieses Wort aus dem Lateinischen mit Pandemonium, Verwirrung und Unordnung übersetzt.

Die Einrichtung eines solchen Feiertags wird mehrdeutig interpretiert, und es werden unterschiedliche Bedeutungen zur Erklärung seiner Bedeutung verwendet. Einerseits kann die Einrichtung eines Feiertags, der dem Chaos gewidmet ist, und sogar mit einem Namen, der indirekt mit den Mächten des Bösen in Verbindung gebracht wird, zu Misstrauen führen. Andererseits verweist uns die Berufung auf das Thema Chaos auf die antiken Theorien zur Entstehung der Welt, die aus genau diesem Chaos oder aus dem Nichts entstanden ist. Dieselbe Theorie liegt der christlichen Lehre zugrunde, die besagt, dass der Herr die Welt aus Chaos erschaffen hat.