Welttoilettentag (19/11)

Am 19. November 2002 feierte die fortschrittliche Weltgemeinschaft zum ersten Mal den Welttoilettentag, der 2001 während einer internationalen Konferenz zu Toilettenfragen in Singapur ausgerufen wurde. Der Tagungsort ist übrigens kein Zufall: Singapur ist berühmt für die tadellose Sauberkeit der Latrinen.

Mehr als 200 Delegierte aus Asien, Europa und Nordamerika, die 17 nationale Toilettenverbände vertraten, trafen sich, um aktuelle Themen zu diskutieren und neue Konzepte für die Entwicklung der Toilettenindustrie zu erkunden. Das Ergebnis des Treffens war die Gründung der World Toilet Organization, die der Initiator der Schaffung dieses ungewöhnlichen Feiertags war.

Heute erinnert dieser Tag die Menschheit daran, dass 3,6 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sicheren sanitären Einrichtungen leben (das heißt, sie haben entweder keine Toilette zu Hause oder ihre Toilette ist nicht für eine sichere Abwasserentsorgung ausgestattet). Ein Drittel der Schulen weltweit hat keine Toiletten. 900 Millionen Schulkinder können sich nach dem Toilettengang aufgrund fehlender Einrichtungen nicht die Hände waschen, was zur Ausbreitung von Krankheiten führt. Jeden Tag sterben mehr als 700 Kinder unter fünf Jahren an Durchfall, der durch unsauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und mangelnde Hygiene verursacht wird. 2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu angemessenen sanitären Einrichtungen, einschließlich Toiletten oder einfach Grubenlatrinen, mit verheerenden Folgen für die menschliche Gesundheit, Würde und Sicherheit, die Umwelt und die sozioökonomische Entwicklung.