Yom a-Shoa ist Holocaust-Gedenktag (28/04)

Der Tag des Holocaust und des Heldentums des europäischen Judentums, Yom HaShoah, wird in Erinnerung an die sechs Millionen Juden eingeführt, die im Zweiten Weltkrieg von den Nazis ausgerottet wurden.

Antisemitismus als Ideologie und politische Bewegung zur Bekämpfung der Juden entstand Ende der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Allmählich wurde der Antisemitismus zu einem integralen Bestandteil des Programms der politischen Parteien und zu einer Waffe im politischen und propagandistischen Kampf.

Ein neuer Aufschwung des militanten Antisemitismus trat in Deutschland gegen Ende des Ersten Weltkriegs auf, erreichte aber hierzulande erst nach dessen Niederlage und der Machtübernahme der Nationalsozialisten breite Bevölkerungskreise. Mit der Verherrlichung von „Rasse“, „Blut“ und anderen Symbolen, die in das Arsenal nationalistischer Mythenbildung aufgenommen wurden, breitete sich der Antisemitismus in breiten Schichten der deutschen Öffentlichkeit aus. Die Krise, die in den 1930er Jahren die Weltwirtschaft lahmlegte, ließ den Antisemitismus in Deutschland immer extremere Formen annehmen.