Internationaler Tag der Solidarität der Journalisten (08/09)

Der Internationale Tag der Journalisten-Solidarität, der alljährlich am 8. September begangen wird, wurde 1958 in Bukarest auf dem 4. Kongress der Internationalen Organisation der Journalisten ins Leben gerufen. Laut den Abgeordneten des Kongresses sollten Journalisten aller Länder und Publikationen an diesem Tag der Welt ihre Einheit demonstrieren, insbesondere beim Schutz ihrer Rechte.

Tragische Ereignisse dienten als Grundlage für die Wahl des Datums des Tages. Am 8. September 1943 wurde der tschechoslowakische Journalist und antifaschistische Schriftsteller Julius Fuchik in Deutschland hingerichtet. Bereits in seiner Jugend interessierte er sich für Politik und wurde 1921 einer der Gründer der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei. 1941 wurde Fucik Mitglied des zweiten zentralen Untergrundvorstands der Kommunistischen Partei. Am 24. April 1942 wurde er zusammen mit sechs weiteren Mitgliedern der Befreiungsbewegung von der Gestapo festgenommen.

Weltweit bekannt wurde Julius Fucik durch sein Buch „Melden mit der Schlinge um den Hals“, das er in den Kerkern eines Prager Gefängnisses geschrieben hat. Nach seinem Tod wurde das Buch in 70 Sprachen der Welt übersetzt, und seit 1958 wird der Todestag von Julius Fucik als Internationaler Tag der Solidarität der Journalisten gefeiert.