Dänischer Verfassungstag (05/06)

Jedes Jahr am 5. Juni feiert Dänemark einen Feiertag – den Tag der Verfassung (Grundlovsdag), der zu Ehren des Jahrestages der Verabschiedung einer verfassungsmäßigen Regierung im Jahr 1849 und der aktuellen Verfassung von 1953 ins Leben gerufen wurde.

Die Revolution von 1848 brachte die Nationalliberalen in Dänemark an die Macht. Friedrich VII. (1848–1863) schaffte den Absolutismus ab, stimmte der Einführung einer konstitutionellen Regierung zu und unterzeichnete am 5. Juni 1849 die neue Verfassung. Mit diesem Gesetz wurde ein Zweikammerparlament (Rigsdag) geschaffen, das den Willen des Volkes berücksichtigte. Dänemark wurde eine konstitutionelle Monarchie.

Das wichtigste politische Ereignis der Nachkriegszeit war die Verabschiedung einer neuen Verfassung im Jahr 1953, nach der das Recht, den Thron zu erben, sowohl Männern als auch Frauen gewährt wurde. Außerdem wurde ein Einkammerparlament (Folketing) legalisiert und die Rolle der lokalen Selbstverwaltung gestärkt.