St. Istvan's Day in Ungarn (20/08)

Der St. István-Tag in Ungarn ist der wichtigste Feiertag des Landes, der als Tag der Gründung des ungarischen Staates gilt. Dieser Tag ehrt den ersten König von Ungarn - Stephan I. (970-975 - 1038).

Der erste König von Ungarn, Stephan (Stefan) I., wurde am 20. August 1000 offiziell gekrönt (reg. 1000-1038). Istvan I. regierte gerecht, großzügig und weise und legte den Grundstein für einen unabhängigen christlichen ungarischen Staat nach europäischem Vorbild. Auf Anordnung des römischen Papstes Georg, der König Stephan heilig gesprochen hatte, wurde dieser Tag 1038 zum Feiertag.

Trotz der Bedeutung des Datums für jeden ungarischen Patrioten gab es viele Perioden in der Geschichte des Landes, in denen Feiern an diesem Tag strengstens verboten waren. Dies geschah zum Beispiel nach der Niederschlagung des „Ungarischen Frühlings“ von 1848 durch die vereinten Kräfte Österreichs und Russlands und auch, als Ungarn zu den sozialistischen Ländern gehörte. Auch hier wurde der Stephanstag erst 1991 zum offiziellen Feiertag.

Im ganzen Land werden sehr prächtige Feiern abgehalten, mit einer Parade, Orchestern. Der Kardinal von Esztergom feiert die Messe in der Budapester Kathedrale (Basilika) St. Stephan, wo sich die Reliquien der rechten Hand des Königs befinden. Nach der Messe trägt eine feierliche Prozession den Schrein mit den Reliquien durch die Stadt. Der Urlaub endet nachts mit einem beeindruckenden Feuerwerk auf dem Berg Gellert über der Donau.

Früher wurde an diesem Tag das Erntedankfest gefeiert. Die Volkstradition, es zu feiern, besteht noch heute. Traditionell werden an diesem Tag in den Dörfern Ährenkränze geflochten, aus dem Mehl der neuen Ernte das erste Brot gebacken, das alles in der Kirche gesegnet, dann wird der Laib feierlich angeschnitten und gegessen.