Frühlingsfest in der Türkei (05/05)

Im Jahr 2021 können aufgrund der Coronavirus-Pandemie festliche Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden.

Zu allen Zeiten und bei verschiedenen Völkern wurde der Mai mit der Wiedergeburt in Verbindung gebracht. Dies ergab sich natürlich aus dem Rhythmus des bäuerlichen Alltags. In diesem Monat beginnt die Aussaat, begleitet von Hoffnungen auf eine reiche Ernte. Dann wird die Saat für die zukünftige Ernte gelegt und damit der Reichtum der Familie. Schließlich, im letzten Frühlingsmonat, erstrahlt alles um ihn herum in einem Farbenrausch, der einst so viele Legenden über den alljährlichen Tod und die Auferstehung von Flora hervorrief.

Schon die alten Römer hatten „Florialia“-Feste, die dem Erwachen der Natur im Mai gewidmet waren. Mit der Verbreitung des Monotheismus gehörten die Bräuche der Götzendiener der Vergangenheit an, außerdem erhielten sie eine unheilvolle teuflische Konnotation. Am Vorabend des 1. Mai finden beispielsweise die dämonische Walpurgisnacht und der Hexensabbat auf dem Kahlen Berg statt. Doch die Vertreter der Kirche konnten den Erneuerungsgeist nicht aus den Herzen der Menschen tilgen, und Maifeiern gibt es in vielen Ländern noch heute.