Tag der Umkehr und des Gebets (16/11)

Der Buß- und Bettag ist ein besonderer Tag für die evangelische Kirche. Es wird am Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres gefeiert. Am beliebtesten im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich).

Dieser Feiertag hat seine Wurzeln in den mittelalterlichen „Versöhnungstagen“. Damals rief die Geistlichkeit angesichts drohender Naturkatastrophen und Kriege die gesamte Bevölkerung zu intensivem Gebet und Buße auf.

Das Wort „Buße“ weckt oft die falschen Assoziationen. An diesem Tag sprechen wir nicht über Buße für die Tat im Sinne von Strafe dafür, sondern über die Änderung der Einstellung, die Rückkehr zu Gott.

Mit der Zeit verlor der religiöse Inhalt dieser Tage an Öffentlichkeit und nahm einen persönlichen Charakter an. Da die Gläubigen den ganzen Tag über ihre Sündhaftigkeit nachdenken mussten, fielen alle möglichen Arbeiten aus. In einigen Ländern hat sich diese Tradition bis heute erhalten.