Gedenktag des Heiligen Märtyrers Vonifatia (01/01)

Der heilige Märtyrer Bonifatius litt im Jahr 290, während der Herrschaft der römischen Kaiser Diokletian und Maximian (284-305), für Christus.

Er war ein Sklave der edlen Römerin Aglaida. Sie vertraute ihm die Verwaltung ihres Hauses und ihrer großen Ländereien an. Bonifatius lebte in gesetzlosem Zusammenleben mit Aglaida („der Trunkenbold schwelgte in Unreinheit“). Gleichzeitig war er den Armen gegenüber barmherzig und nahm bereitwillig Fremde auf. Sich als Sklave der Sünde bewusst, betete Bonifatius zu Gott, ihn aus den Netzen des Teufels zu befreien und ihn zum Sieger über seine Begierden und Leidenschaften zu machen. Der Herr hörte auf seinen Diener, aber richtete es so ein, dass er sündige Taten mit Blut abwaschen und seine Seele mit einer Märtyrerkrone krönen konnte.

Damals gab es im Osten eine starke Christenverfolgung. Aglaida wollte die Reliquien der heiligen Märtyrer in ihrem Haus haben, in der Hoffnung, unter ihrem Schutz Erlösung zu erlangen. Sie schickte Bonifatius mit mehreren Dienern in den Osten, damit er die heiligen Reliquien von den bösen Peinigern erlösen konnte.