Gedenktag 20.000 Märtyrer (10/01)

Am 10. Januar (28. Dezember, alter Stil) feiern die Christen der Ostkirchen das Gedenken an 20.000 heilige Märtyrer, unter denen bekannt sind Glycerius, Zinon, Theophilus, Dorotheus, Mardonius, Migdonius, Indis, Gorgonius, Petrus, Euthymius, Secundus, Nicostratus, Agathia, Domna, Theophilus, Anthony und andere.

Auf Befehl von Kaiser Maximian (284-305) begann zu Beginn des 4. Jahrhunderts die Zerstörung christlicher Kirchen, die Verbrennung liturgischer Bücher und die Entziehung aller Christen von bürgerlichen Rechten und Ämtern. Bischof der Stadt Nikomedia war zu dieser Zeit der heilige Kyrill, der durch seine Predigt und sein Leben zur Verbreitung des christlichen Glaubens beitrug, wodurch viele Würdenträger des Kaisers heimliche Christen waren.

Die heidnische Priesterin Domna lebte im Palast des Kaisers. In Abwesenheit von Maximian las sie die Apostelgeschichte und die Briefe des Apostels Paulus. Ihr Herz brannte vor Verlangen, die christliche Lehre kennenzulernen. Mit der Hilfe einer gewissen jungen Christin kam Domna heimlich zu Bischof Kirill, begleitet von einem treuen Diener, dem Eunuch Indis. St. Kyrill las sie vor, und dann empfingen beide die heilige Taufe. Domna begann, den Armen zu helfen: Sie verteilte ihre Juwelen mit Hilfe von Indis, sie verteilte auch Lebensmittel aus dem königlichen Mahl.