Gedenktag der vierzig sewastianischen Märtyrer (22/03)

Am 22. März ehrt die orthodoxe Kirche die Erinnerung an die vierzig Märtyrer von Sebaste, christliche Soldaten aus der Stadt Sevastia (dem Gebiet der modernen Türkei), die für ihren Glauben an Christus gemartert wurden.

Im Jahr 313 erließ der heilige Konstantin der Große ein Dekret, nach dem Christen Religionsfreiheit gewährt wurde und sie den Heiden gleichgestellt waren. Doch sein Mitregent Licinius war ein überzeugter Heide und beschloss in seinem Reichsteil die Ausrottung des dort stark verbreiteten Christentums. Licinius bereitete sich auf einen Krieg gegen Konstantin vor und beschloss aus Angst vor Verrat, seine Armee von Christen zu säubern.

Zu dieser Zeit diente Agricolaus, ein glühender Anhänger des Heidentums, in der armenischen Stadt Sebastia als einer der Militärführer. Unter seinem Kommando stand ein Trupp von vierzig Kappadokiern, tapfere Krieger, die aus vielen Schlachten als Sieger hervorgingen. Alle waren Christen. Als die Soldaten sich weigerten, den heidnischen Göttern zu opfern, sperrte Agricolaus sie ein. Die Soldaten gaben sich einem inbrünstigen Gebet hin und eines Nachts hörten sie eine Stimme: "Wer bis ans Ende ausharrt, wird gerettet werden."