Großer Montag (Beginn der Karwoche) unter orthodoxen Christen (18/04)

Der Große Montag ist der Montag der Karwoche der Großen Fastenzeit. Die Karwoche ist der Erinnerung an die letzten Tage des irdischen Lebens des Erretters gewidmet, an sein Leiden am Kreuz, seinen Tod und sein Begräbnis.

Aufgrund der Größe und Bedeutung der Ereignisse, die stattgefunden haben, wird jeder Tag der Passionswoche als heilig und groß bezeichnet. Diese heiligen Tage werden von den Gläubigen als ein göttliches Fest wahrgenommen, das durch das freudige Bewusstsein der Erlösung erleuchtet wird, die durch das Leiden und den Tod des Erlösers empfangen wurde. Daher wird an diesen heiligen Tagen weder das Gedenken an die Heiligen, noch das Gedenken an die Toten, noch Gebete verrichtet. Wie an allen großen Feiertagen ruft die Kirche auch an diesen Tagen die Gläubigen dazu auf, sich geistlich an den Gottesdiensten zu beteiligen und Teilhaber heiliger Erinnerungen zu werden.

Seit apostolischer Zeit sind die Tage der Karwoche unter Christen in tiefer Ehrfurcht. Die Gläubigen verbrachten die Passionswoche in strengster Abstinenz, inbrünstigem Gebet, in Taten der Tugend und Barmherzigkeit. Alle Gottesdienste der Passionswoche, die sich durch tiefe Andacht, Kontemplation, besondere Zärtlichkeit und Dauer auszeichnen, sind so angesiedelt, dass sie die Leidensgeschichte des Erlösers, seine letzten göttlichen Weisungen, anschaulich und nach und nach wiedergeben.