Augsburger Religionstag (25/06)

Der Augsburger Beichttag, der alljährlich am 25. Juni begangen wird, erinnert an ein wichtiges historisches Ereignis. An diesem Tag erhielt das Luthertum in Deutschland den Status einer Staatsreligion und der Protestantismus seine Existenzberechtigung.

Das Augsburger Bekenntnis (Confessio Augustana) - das früheste der offiziellen protestantischen Bekenntnisse, das für Lutheraner immer noch die Lehrnorm ist, das sind die wichtigsten Glaubensbestimmungen der ersten Lutheraner, die 1530 von dem lutherischen Theologen Philipp Melanchton ( Philipp Melanchton, 1497-1560), der engste Mitarbeiter Martin Luthers. Sie wurden am 25. Juni 1530 dem Augsburger Reichstag vorgelegt. Die dem Katholizismus treu gebliebenen Fürsten weigerten sich jedoch, das neue Bekenntnis anzunehmen. Der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Karl V., nutzte dies aus, setzte mit seiner Macht die Arbeit des Reichstags aus und erklärte der neuen Bewegung den Krieg.

Als Reaktion darauf bildeten die Protestanten den Schmalkaldischen Bund – eine Art Verteidigungsbündnis. Nach mehreren Versuchen, einen Kompromiss zwischen Katholiken und Protestanten zu finden, brach 1546 der tragische Schmalkaldische Krieg aus.

Am 25. September 1555 wurde schließlich der Augsburger Friede zwischen dem Oberhaupt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Karl V., und den Herrschern der protestantischen Länder, die die Gleichberechtigung mit den katholischen Fürsten anstrebten, geschlossen legalisierten Protestantismus. Der Vertrag wurde auch durch einen päpstlichen Beschluss bestätigt.

Damit erhielt das Luthertum den Status einer Staatsreligion.