Nationaler Trübsaltag in Deutschland (13/11)

Nationaler Trübsaltag ( Nem. Der Volkstrauertag ) ist Deutschlands öffentlicher Gedächtnistag. Es wird Mitte November gefeiert und erinnert derzeit an die Notwendigkeit von Versöhnung, Verständnis und Frieden. Die Geschichte dieses Tages ist nicht einfach und mehrdeutig.

Der Tag wurde 1919 von der Deutschen Volksgesellschaft für die Betreuung von Militärabsolventen in Erinnerung an fast 2 Millionen Gefallene und Vermisste während des Ersten Weltkriegs festgelegt.

« Unvorgeschriebenes » Trauer war das Motiv dieses Tages, ein Zeichen der Solidarität derer, die niemanden verloren haben und die niemanden hatten, um mit Verwandten der Toten und Vermissten zu trauern.

1922 fand im Berliner Reichstag das erste offizielle feierliche Treffen statt. Paul Lebe, der zu diesem Zeitpunkt Präsident des Reichstags war, hält eine Rede ab, die eine internationale Antwort hatte, in der er die kriegführende Welt mit Gedanken zur Versöhnung und zum Verständnis in Kontrast bringt. Seit 1926 wird am fünften Sonntag nach Ostern regelmäßig der Nationale Stammestag gefeiert, es war jedoch kein Feiertag.

Nach der Machtübertragung in die Hände der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde dieser Tag gesetzlich zum freien Tag erklärt. Die Organisatoren des neuen Staatsfeiertags von 1933 bis 1945 waren die Wehrmacht und die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Die Art des Tages der Volkskeule hat sich ebenfalls stark verändert. Propagandaminister Joseph Goebbels erließ Richtlinien zum Inhalt und zur Durchführung des Feiertags.

Jetzt war Trauer nicht mehr ihre Grundlage. Von nun an wurden die toten Soldaten des Ersten Weltkriegs mit nationalsozialistischer Pracht als « Helden » berühmt. Die Flaggen des Landes fielen nicht, sondern stiegen vollständig auf. Die Änderung des Inhalts des Feiertags bei der Änderung seines Namens wurde besonders deutlich zum Ausdruck gebracht: Die Nazis benannten den Tag der Volksmühle in « Tag der Erinnerung an die Helden » um.

1948 übernahm die Deutsche Volksgesellschaft für die Pflege von Militärgräbern erneut die Tradition, den Volkstag in der Form zu feiern, die es bis 1933 war. Der Zweck des Feiertags war nach wie vor Trauer und Trauer um die Toten, aber jetzt gibt es bereits zwei Weltkriege, eine Erinnerung an die Opfer von Tyrannei und Despotismus, unabhängig von ihrer Nationalität.

Die erste zentrale Trauerkundgebung zum Tag des Volkskleides fand 1950 in Bonn statt. Seit 1952 gilt dieser Tag in Deutschland als nationaler Trauertag.

Nach dem Umzug des Bundestages von Bonn nach Berlin findet die zentrale Trauerkundgebung im Bundestagsplenumsaal in einem der Reichstagsgebäude in Berlin statt. Ein obligatorischer Teil der Kundgebung ist die Rede des Kanzlers, der Regierungschefs und des diplomatischen Korps sowie das musikalische Design: die Aufführung der Nationalhymne und des Liedes « Der gute Kamerad ». Ebenso finden Kundgebungen in allen Bundesländern und in den meisten Städten Deutschlands statt. In allen Siedlungen werden Kränze feierlich an Denkmälern gelegt.

Eine Woche später feiert die Deutsche Protestantische Kirche übrigens den Gedenktag des verstorbenen ( Totensonntag ).