Nationalfeiertag der Republik Kamerun (20/05)

Der 20. Mai ist ein sehr wichtiges Datum für die Kameruner, es ist ein Feiertag der Einheit und des Patriotismus – der Nationalfeiertag der Republik Kamerun (Fête nationale du Cameroun).

Kamerun war von 1884-1916 eine deutsche Kolonie. Nach Deutschlands Niederlage im Ersten Weltkrieg wurde die Kolonie ein Mandat des Völkerbundes und zwischen Großbritannien und Frankreich in zwei Teile geteilt. 1960 erklärte Französisch-Kamerun seine Unabhängigkeit, und Britisch-Kamerun fusionierte bald mit der neu gegründeten Republik. So entstand die Bundesrepublik Kamerun.

Bis 1966 waren die meisten administrativen Vorrechte an die Zentralregierung von Kamerun übergegangen. Als Ergebnis des Zusammenschlusses zweier führender politischer Parteien (COP, ONDP) und vier weniger bedeutender Parteien wurde eine neue politische Partei gegründet – die Cameroon National Union (CNU).

Vor dem Referendum vom 20. Mai 1972 war Kamerun eine Bundesrepublik. Und nach dem Referendum wurde der Staat in eine einheitliche Republik namens Vereinigte Republik Kamerun umgewandelt. Danach wurden die Machtinstitutionen in jedem der ehemaligen Landesteile liquidiert und das Amt des Vizepräsidenten abgeschafft. Das Land wurde ein einziger Staat. Zu Ehren dieses Ereignisses wurde der Nationalfeiertag der Republik Kamerun eingeführt.

Heute finden zu Ehren dieses wichtigen Feiertags in der gesamten Republik Kamerun verschiedene Sport-, Feier- und Unterhaltungsveranstaltungen statt.