Escalade-festival (09/12)

Das Escalade Festival – ist ein wunderschönes historisches Festival, das jährlich ganz zu Beginn des Winters in der Schweizer Stadt Genf stattfindet. Es dauert 3 Tage – von Freitag bis Sonntag – am Wochenende, das dem 11. Dezember am nächsten liegt. Dieses Fest ist dem Sieg der Stadtbewohner über die Armee des Herzogs von Savoyen und der Erlangung der Unabhängigkeit von den Karolingern im Jahr 1602 gewidmet.

Historischen Daten zufolge versuchte Herzog Karl Emanuel von Savoyen im Dezember 1602 in einem unerwarteten Angriff, das damals reiche Genf zu erobern, das an sein Herzogtum angrenzte, das seiner Meinung nach zu einer zu freien Stadt geworden war. Auf der Stadtbefestigung befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs nur wenige Wachposten, doch sobald der Alarm ertönte, eilte die gesamte Bevölkerung der Stadt zu ihrer Verteidigung.

Der Angriff wurde erfolgreich abgewehrt und die Verluste auf beiden Seiten waren nicht mit – vergleichbar. Für 17 tote Genfer gab es Hunderte gefallener Gegner. Übrigens behielt Genf seine Unabhängigkeit bis zum Beitritt zur Schweizerischen Eidgenossenschaft 1815.

Seitdem wird in Genf die Nacht vom 11-12. Dezember –, in der der Angriff auf die Stadt stattfand, als einer der bedeutendsten und beliebtesten Feiertage der Stadtbewohner gefeiert. Zu Ehren dieses Ereignisses finden unter dem Namen Escalade Festival eine Reihe festlicher Veranstaltungen statt, was aus dem Französischen übersetzt bedeutet «Escalader» bedeutet «Stürmen einer Festung über Treppen» oder « Treppensteigen, Aufstieg up».

Zunächst einmal ist das Dezember Escalade Festival – eine farbenfrohe mittelalterliche Kostümveranstaltung, an der die gesamte Stadt teilnimmt. In diesen Tagen laufen die in alten Kostümen gekleideten Genfer durch die Stadt, mit Trommeln und Flöten, und antike Krieger schießen mit Musketen und Kanonen.

Den Höhepunkt des Festprogramms bildet ein kostümierter Reiterzug von Gardisten in mittelalterlicher Tracht mit Fackeln und heißem Rotwein und ein grandioser Festumzug durch die Innenstadt. Dies ist ein unvergesslicher Anblick –, wenn nach einem Signal des Domturms eine Wagenkolonne aus Pfeifen und Trommlern die kühle Winterluft mit Liedern im alten Genfer Dialekt und fröhlicher Musik fliegt durch die verwinkelten Kopfsteinpflasterstraßen der Altstadt. Am Ende des Feiertags – gibt es ein riesiges Feuer.

Der Legende nach war übrigens Mutter Royome maßgeblich an der Rettung der Stadt beteiligt, die einen Kessel mit heißer Gemüsesuppe auf die die Festungsmauern stürmenden Feinde warf. Seitdem ist dieses Gericht neben heißem Rotwein das Hauptsymbol des Feiertags. Und da Genf als gastronomische Hauptstadt der Schweiz gilt, und es hier eine Unmenge verschiedener Cafes und Restaurants gibt, kann natürlich jeder die lokale Küche genießen und sich während des Urlaubs erfrischen.

Wenn Sie sich daher im Dezember in der Schweiz wiederfinden, sollten Sie unbedingt an dieser wirklich erstaunlichen Veranstaltung – Escalade Festival teilnehmen, die alle Teilnehmer Jahrhunderte zurückführt und die selbst das kühle Dezemberwetter nicht verderben kann.

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