Ursprünglich waren die Tage vor der Fastenzeit in vielen Ländern von zahlreichen Pyramiden geprägt. Und im 19. Jahrhundert wurde auch aus Dänemark eine neue Tradition nach Island gebracht, die von den örtlichen Bäckereien — gerne gegessen wurde, nämlich eine besondere Kuchenart, die mit Schlagsahne gefüllt und mit Glasur getränkt wurde.
Der Kuchentag in Island (Buns Day oder Bolludagur) wird jährlich am Montag, zwei Tage vor Aschermittwoch, landesweit gefeiert.
Tradition gewann sofort die Herzen der Kinder. Bald wurde es zum Brauch, mit polierter Peitsche bewaffnet, die Eltern früh aufzuwecken und den Namen der Kuchen zu rufen: «Bollur, bollur!». Wie oft wirst du — so viele Kuchen rufen und es bekommen. Zunächst sollte man sich jedoch auspeitschen. Vielleicht geht dieser Brauch auf den heidnischen Ritus der Erweckung der Naturkräfte zurück: Vielleicht ist er an die Leidenschaften Christi gerichtet, aber jetzt hat er sich in einen nationalen Zeitvertreib verwandelt.
Auch an diesem Tag mussten Kinder durch die Straßen marschieren, singen und in Bäckereien um Kuchen betteln. Es war auch ein üblicher Brauch, eine Katze aus einem Fass« zu werfen, doch in allen Städten außer Akureyri wurde der Brauch auf den Aschentag verlegt.
Nun erscheinen wenige Tage vor dem —-Urlaub selbst zur Freude der Kinder und aller Liebhaber von süßem Gebäck Pollerkuchen in Bäckereien.